SURREAL = Metaphern die schwierig zu deuten sind,
vielleicht sollte man sie wörtlich nehmen
Surreales im Traum ist bedeutungsvoll; es spricht in Metaphern zu uns und ist meist schwierig zu deuten. Die meisten Träume
enthalten irgendein surrealistisches Element - sie schöpfen aus Welten, die unser Verstand im wachen Zustand weder sich ausmalen noch
begreifen kann. Die seltsamen surrealistischen Traumwelten, die uns manchmal umfangen, sind für uns deshalb sehr wichtig, weil sie einen
Teil unserer Persönlichkeit darstellen, der nach Ausdruck und Befreiung verlangt.
Als ab 1920 die Surrealisten einen eigenen Malstil begründeten, zeigten ihre Bilder unmögliche Welten, in denen Uhren schmelzen, Züge aus
dem Kamin auftauchen und ein Mann, der in einen Spiegel schaut, nicht sein Gesicht, sondern seinen Hinterkopf sieht. Diese Maler zeigten
uns mit visuellen Mitteln Bilder aus dem Land der Träume, wo solche Dinge ganz "normal" sind. Wie finden wir Zugang zum Verständnis
solcher Träume, die oft anscheinend mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben? Der erste Schritt in diese Richtung könnte sein, sie wörtlich zu
nehmen.
Auch wenn die Aussagen eines surrealistischen Traumes nicht erkennbar sein mögen, geben sie den Hinweis, mehr ein
gedankenversunkener Mensch, als ein Vernunftmensch zu sein.
Sie gehören zweifellos zu den Träumen, deren Deutung uns schwerfällt, und oft geben sie auch dann, wenn sie analysiert werden, ihren
Sinngehalt erst nach beträchtlichem Arbeitsaufwand preis. Eine bewährte Methode, die in solchen Fällen weiterhilft, besteht darin, sich selbst
um Hilfe bei diesen Träumen zu bitten.
Wenn man mit der Deutung zunächst nicht weiterkommt, sollte man dem Traum-Ich am nächsten Abend kurz vor dem Einschlafen mit
Bestimmtheit sagen: "Den Traum der letzten Nacht habe ich nicht verstanden; bitte gib mir einen Tip." Sehr oft träumt man dann zwar nicht
dasselbe, aber eine Parallele dazu {dieser Weg steht einem bei jedem "schwierigen" Traum offen}. Eine andere Methode, den Sinn eines
surrealistischen Traums zu finden oder zumindest die Hauptsymbole darin zu entdecken, ist die, einen Bleistift zu nehmen, sich hinzusetzen,
an den Traum zu denken und zu kritzeln. Die Kritzeleien werden - völlig ohne eigenes Zutun - einen Bezug zum Traum aufweisen. Manchmal
liefern die so entstandenen Bilder einen Anhaltspunkt für die Deutung des Traumes.
Natürlich kann man einen schwierigen Traum auch einfach zurückweisen. Aber oft ist es dann genau dieser Traum, den man nicht
ergründen kann, der einem tage-, wochen- und sogar monatelang verfolgt und einem so lange zusetzt, bis man ihn versteht. Der Traum
enthält dann meist eine wichtige Botschaft. Viele Psychologen glauben, dass es keine sinnlosen Träume gibt, daher lohnt es sich, auch
länger an einem Traum, der einem belästigt, zu arbeiten. Wenn jedoch Träume einem wirklich beunruhigen, ist es wohl das beste,
professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Siehe Abnormität Außerirdisch Drogen Kunst Ufo Unbekanntes Unsichtbarkeit